Gedichte: Gedichte von Gül Witt

Insgesamt 3 Gedichte
Bewahre
Le­be­wohl
Nachtsehnsucht


Bewahre

Die noch nicht aus­ge­spro­che­nen Wor­te
Las­se ich zu Dir über. Be­wah­re sie gut auf.
Ei­nes Ta­ges, bei ei­ner Demo,
Kön­nen sie ge­braucht wer­den.

Nimm die­se Ro­sen an!
Ver­grab sie un­ter dem Lau­be.
Und gies­se sie täglich,
Sie sol­len nicht ver­wel­ken.
Ei­nes Ta­ges, für einen Zeremonie
Wer­den sie hier­zu ge­braucht.

Stoppt das Re­gen­was­ser mit Pfer­chen.
Und fül­le die Brun­nen aus.
Wenn ei­nes Ta­ges,
Die Was­ser­häh­ne nicht mehr flies­sen,
Wird sie ge­brauchen.

Die Träu­me, die Du siehst,
Be­wah­re un­ter Dei­nen Kis­sen auf.
Je­des Mal, wenn Du wach wirst,
Ver­glei­che sie mit de­nen der Nacht,
Die du vor­her ge­se­hen hast.
Sie wer­den nicht die gest­ri­gen sein...


Le­be­wohl

Le­be­wohl,
Mei­ne ver­las­se­ne See­len­ro­se.
Mit glei­cher Trüb­sal der ver­gan­ge­nen Tage,
Im­mer stand­haft,
Bin ich in ei­nem Zeit­al­ter,
Auf dem schwie­rigs­ten Wege gelaufen.
Lebe wohl, ich kann nicht mehr bleiben.

Seit Jah­ren wird mein Vers­tand
Mit schwierigen ta­ten be­las­tet.
Viel­leicht auch beim Son­nen­auf­gang,
Mit mei­nem Kopf­kis­sen ver­ab­schie­de ich mich,
Gehe von hier fort.
Lebe wohl, kann ich nicht mehr blei­ben.

Mit all de­nen ich ge­lacht, oder auch ge­weint habe.
Freun­den, Kol­le­gen und Ge­lieb­ten,
Sieht euch,
Kreuzt eine Er­schro­cken­heit auf meinem Weg.
Hebt euch sie auf, dass ich gehe.
Denn hier kann ich nicht mehr blei­ben.


Nachtsehnsucht

In der Fremde,
Finde ich nicht etwas das mich trösten könnte.
Wenn ich auch an manchen Tagen
Wo ich die Kampfplakate an die Seite lege,
Und schaue in der Tiefe der Morgengrauen
Um etwas Ruhe zukommen.
Jedoch hier ist nicht meine Welt,
Nimm mich mit zu den Gebirgen,
Dort werde ich das Glück des Lebens finden.