Zitate von Arthur Schnitzler


Insgesamt 13 Zitate in alphabetischer Reihenfolge
  1. Alle Spekulation, vielleicht alles Philosophieren ist nur ein Denken in Spiralen; wir kommen wohl höher, aber nicht eigentlich weiter, und dem Zentrum der Welt bleiben wir immer gleich fern.

  2. Alles, was die Seele durcheinander rüttelt, ist Glück.

  3. Der Hass der Größe gegen die Kleinheit ist Ekel,
    der Hass der Kleinheit gegen die Größe ist Neid.

  4. Die Nachwelt ist nicht besser als die Mitwelt.
    Sie ist nur später.

  5. Die Sehnsucht ist es, die unsere Seele nährt
    und nicht die Erfüllung.

  6. Diejenigen Tugenden werden am lautesten gepriesen, zu deren Ausübung weder Gedankenarbeit noch Energieentfaltung, noch Selbstüberwindung gehört, vor allem also diese beiden: Patriotismus und Gottesfurcht.Sollte die Vermutung nicht gerechtfertigt sein, dass sie an sich überhaupt gar keine Tugenden bedeuten, sondern nur von denjenigen Instanzen dazu gestempelt werden, die von dieser Auffassung den auffälligsten Vorteil haben: vom Staat und von der Kirche?

    aus: Aphorismen und Betrachtungen

  7. Ein Abschied schmerzt immer,
    auch wenn man sich schon lange darauf freut.

  8. Jedes Wort hat fließende Grenzen. Diese Tatsache zu ästhetischer Wirkung auszunützen ist das Geheimnis des Stils.

  9. Mißtrauisch bist du?
    Ich verstehe dich: Du willst dir die Mühe ersparen, die Menschen kennenzulernen.

  10. Toleranz heißt: die Fehler der anderen entschuldigen.
    Takt heißt: sie nicht bemerken.


  11. Was uns als Größenwahn erscheint, ist nicht immer eine Geisteskrankheit.
    Oft genug ist es nur die Maske eines Menschen, der an sich verzweifelt.

  12. Wenn du dich in Gefahr glaubst, an einem Menschen zugrunde zu gehen, so rechne es ihm nicht gleich als Schuld an, sondern frage dich vorerst, wie lange du schon nach solch einem Menschen gesucht hast.

  13. Wie der Mensch sich ärgert, so ist er.