Zitate von Arthur Schopenhauer - Seite 2

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Insgesamt 79 Zitate in alphabetischer Reihenfolge (max. 20 Zitate pro Seite)
  1. Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewißheit.

  2. Die ersten vierzig Jahre unseres Lebens liefern den Text,
    die folgenden dreißig den Kommentar dazu.

  3. Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es.

  4. Die Geschichte ist eine Fortsetzung der Zoologie.

  5. Die Menschen sind wesentlich böse, wesentlich unglücklich, wesentlich dumm.

  6. Die Perfektion der Mittel und die Verwirrung der Ziele - das scheint unsere Zeit zu charakterisieren.

  7. Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere, der Wahn, dass unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedenken sei, ist eine geradezu empörende Barbarei des Abendlandes. Die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.

  8. Die Wilden fressen einander - die Zahmen betrügen einander.

  9. Düsterer Pessimismus? Das Gegenteil anzunehmen wäre ruchloser Optimismus.

  10. Durch viele Zitate vermehrt man seinen Anspruch auf Gelehrsamkeit, vermindert den auf Originalität, und was ist Gelehrsamkeit gegen Originalität? Man soll Zitate also nur gebrauchen, wo man fremder Autorität wirklich bedarf.


  11. Ein geistreicher Mensch hat, in gänzlicher Einsamkeit an seinen eigenen Gedanken und Phantasien vortreffliche Unterhaltung.

  12. Ein guter Vorrat an Resignation ist überaus wichtig als Wegzehrung für die Lebensreise.

  13. Ein neuer Gedanke wird zuerst verlacht, dann bekämpft, bis er nach längerer Zeit als selbstverständlich gilt.

  14. Eine schwere Aufgabe ist freilich die Höflichkeit insofern, als sie verlangt, daß wir allen Leute die größte Achtung bezeugen, während die allermeisten keine verdienen.

  15. Einsamkeit ist das Los aller hervorragenden Geister.

  16. Erst wenn jene einfache und über alle Zweifel erhabene Wahrheit, dass die Tiere in der Hauptsache und im wesentlichen dasselbe sind wie wir, ins Volk gedrungen sein wird, werden die Tiere nicht mehr als rechtlose Wesen dastehen. Es ist an der Zeit, dass das ewige Wesen, welches in uns, auch in allen Tieren lebt, als solches erkannt, geschont und geachtet wird.

  17. Es ist nicht genug, daß man verstehe, der Natur Daumenschrauben anzulegen; man muß auch verstehen können, wenn sie aussagt.

  18. Ethik kann so wenig zur Tugend verhelfen, als eine vollständigt Ästhetik lehren kann, Kunstwerke hervorzubringen.

  19. Für die Eitelkeit ist selbst die Pfütze ein wohlgefälliger Spiegel.

  20. Für eine gelungene Rede gebrauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge.

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