Zitate von Johann Gottfried Seume


Insgesamt 15 Zitate in alphabetischer Reihenfolge
  1. Der Wahrheit folgen und sie pflegen,
    die Gerechtigkeit schützen,
    für alle in gleicher Weise das Gute wollen und tun,
    nichts fürchten.

    aus: Mein Leben

  2. Die meisten Menschen haben überhaupt gar keine Meinung, viel weniger eine eigene, viel weniger eine geprüfte, viel weniger vernünftige Grundsätze.

    aus: Apokryphen

  3. Die Sklaven haben Tyrannen gemacht,
    der Blödsinn und der Eigennutz haben die Privilegien erschaffen,
    und Schwachheit und Leidenschaften verewigen beides.

    aus: Spaziergang nach Syrakus

  4. Fahren zeigt Ohnmacht, Gehen Kraft.

    aus: Mein Sommer

  5. Gegen den Strom der Zeit kann zwar der einzelne nicht schwimmen,
    aber wer Kraft hat, hält sich und läßt sich von demselben nicht mit fortreißen.

    aus: Spaziergang

  6. Keine Gesetze sind unabänderlich als die Gesetze der ewigen Natur; und dieser sind wenige, und sie sind deutlich.

  7. Man verkauft uns meistens Gesetze für Gerechtigkeit
    und oft sind sie gerade das Gegenteil.

    aus: Apokryphen

  8. Mißtrauen kommt nie zu früh, aber oft zu spät.

    aus: Apokryphen

  9. Niemand ist vor den anderen ausgezeichnet groß,
    wo die andern nicht sehr klein sind.

    aus: Apokryphen

  10. Ob die Weiber soviel Vernunft haben wie die Männer, mag ich nicht entscheiden, aber sie haben ganz gewiß nicht soviel Unvernunft.

    aus: Apokryphen


  11. Reißt den Menschen aus seinen Verhältnissen,
    und was er dann ist,
    nur das ist er.

  12. Viele Menschen haben doch wohl in sich viel Vernunft, aber nicht den Mut, sie auszusprechen; die Unvernunft sprechen sie weit leichter aus, weil dabei weit weniger Gefahr ist.

    aus: Apokryphen

  13. Wer den erste Gedanken der Gerechtigkeit hatte, war ein göttlicher Mensch,
    aber noch göttlicher wird der sein, der ihn wirklich ausführt.

    aus: Apokryphen

  14. Wer den Tod fürchtet, hat das Leben verloren.

    aus: Apokryphen

  15. Wer geht, der sieht im Durchschnitt anthropologisch und kosmisch mehr, als wer fährt.
    Ich halte den Gang für das Ehrenvollste und Selbständigste in dem Mann und bin der Meinung, dass alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge.

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